Malerei

Man gebe sich die Erlaubnis, zu träumen und die Kreativität bahnt sich ihre  eigenen Wege. Malen durch Inspiration von außen und dem Loslassen von festgefahrenen Vorstellungen, wie etwas zu sein hat. Auf den ersten Blick scheint sich das zu widersprechen.

Doch es gibt für mich eine Balance zwischen beidem, nach der ich während des Malprozesses strebe. Habe ich sie gefunden, stellt sich entspannte Zufriedenheit ein. 

Die Farben, mit denen ich beginne, lege ich vorher fest. Die weiteren Arbeitsschritte sind eher losgelöster Natur. Willkürlich trage ich die Farben auf die Leinwand. Lasse dann die erste Schicht trocknen und verfahre ebenso mit einer weiteren Farbe.

Jetzt folgt die gemütliche Phase. Ähnlich dem, in die WOLKEN GUCKEN, nehme ich mir die Zeit, die Bildfläche einfach anzuschauen. Träumen und die Zeit in Teekannen messen. (Ich schaue meistens zwei Teekannen lang).

Ostfriesland!  Dort bin ich geboren und beim Tee trinken blickt man nicht auf die Uhr.

Irgendwann formiert mein Blick dort etwas auf der Farbfläche. Was ich entdecke, arbeite ich Schicht für Schicht klarer hervor.

Es ist immer ein spannender Vorgang, weil ich nie weiß, was mich am Ende erwartet. Ich lasse mich von den einzelnen Farbschichten führen.